Neuroleadership - SCARF Modell

Aktualisiert: 9. Dez 2020

Das Scarf Modell nach David Rock und Jeffrey Schwartz.

Neuroleadership stellt einen neuen Ansatz der Mitarbeiterführung dar. Führungskräfte können mit gehirngerechter Führung ihre Mitarbeiter zu besseren Leistungen motivieren und Veränderungsprozesse erfolgreicher vorantreiben. Das SCARF Modell nutzt die neuesten Erkenntnisse der Gehirnforschung um Führungskräfte zu befähigen, das Verhalten der Mitarbeiter besser zu verstehen.

Bei Bedrohung schaltet das Gehirn auf Notfallprogramme wie Flucht oder Angriff. Wenn wir uns in einem oder mehreren Punkten dieses Modells bedroht fühlen, nimmt die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns ab.

Hingegen führen Belohnungen zu einem positiven Effekt. Das ermöglicht ein Klima von Vertrauen, Wertschätzung und Kooperation.





Das SCARF Modell besteht aus fünf Hauptgebieten, die als Triebfeder menschlichen Verhaltens gelten.

Status:

Status ist ein wichtiger Antrieb am Arbeitsplatz. Ein höherer Status wird nicht nur durch Beförderung, sondern vor allem mit einem wertschätzenden Umgang erreicht. Wenn gute Leistungen anerkannt und im Unternehmen positiv gewürdigt werden, wird das Gehirn positiv stimuliert.

Sicherheit:

Sicherheit bzw. Vorhersehbarkeit bezieht sich auf das Bedürfnis eines Menschen, zukünftige Entwicklungen vorherzusehen. Das menschliche Gehirn versucht Umweltreize zu bewerten und mit schon vorhandenen Erfahrungen zu vergleichen. Dabei werden bekannte Muster als sicherer eingestuft und bevorzugt, während bei unbekannten Reizen das Gehirn in eine Art Alarmbereitschaft versetzt wird.

Autonomie:

Autonomie beschreibt das Gefühl der Beeinflussung der Kontrolle, sowie der Selbstgestaltung der Ereignisse. Wenn Mitarbeiter über Entscheidungsspielräume verfügen und ihre Arbeit frei gestalten können, steigt die Motivation und das Engagement.

Zugehörigkeit:

Die Zugehörigkeit zu einer Gruppe ist für Menschen ein zentrales Bedürfnis. Das drückt sich im "Wir-Gefühl" einer Gruppe aus und das Hormon Oxytocin wird ausgeschüttet. Dieser Botenstoff führt zu kooperativem Verhalten und stabileren Beziehungen. Die moderne Hirnforschung zeigt, dass der Ausschluss aus einer Gruppe die gleichen neuronalen Netzwerke aktiviert wie es bei physischen Schmerzen der Fall ist.

Fairness:

Unter Fairness ist der faire Umgang untereinander zu verstehen. Hier wird das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert, Neurotransmitter wie Dopamin, Serotonin und Oxytocin ausgeschüttet. Eine unfaire Situation erhöht hingegen den Cortisolspiegel, was das Wohlbefinden beeinträchtigt.



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